Angebot

So arbeiten wir zusammen: mit Worten und mit dem Körper.

Beginn der Sitzung

Gespräch als Ausgangspunkt

Wir schauen gemeinsam, was du mitbringst und was gerade dran ist. Es ist nicht nur Raum, um über das zu sprechen, was dich beschäftigt, sondern auch, um genauer hinzuschauen und hinzufühlen. Manchmal braucht es einen Moment der Stille, in dem der Körper zu Wort kommt. Wir bleiben bei körperlichen Empfindungen, auch, wenn noch nicht klar ist, was sie bedeuten. Präsent zu bleiben mit einem vagen, gefühlten Etwas, bis es sich zu enthüllen beginnt, kann eine gefühlte Veränderung bringen. So kann etwas Neues entstehen, das im reinen Nachdenken nicht zugänglich war. Wirklich dabei zu bleiben ist in einer Sitzung mit Begleitung oft einfacher.

Therapeutisches Gespräch zwischen Marie Kemper und einer Klientin
Marie Kemper bei der Körperarbeit
Wo es vertieft wird

Körperarbeit auf der Liege

Die meisten von uns haben gelernt, uns selbst kleiner zu machen: bestimmte Gefühle sind erlaubt, bestimmte Rollen sind gestattet, bestimmte Wünsche sind akzeptabel. Aber eben nur die. Diese Einschränkung lebt im Körper und im Geist. Wir arbeiten zusammen an der Erweiterung: Wenn der Container wächst, in dem du lebst, bedeutet das nicht nur mehr Entspanntheit. Es bedeutet auch mehr Energie, mehr für dich einstehen, klarer wissen, was du willst. Mehr im Hier-und-Jetzt auch mit Ambivalenz sein zu können, ohne dich überfordert zu fühlen. Die ganze Bandbreite zu spüren, Wut, Wollen, Freude, Verwirrung, Aufregung, Trauer, ohne überwältigt oder blockiert zu sein. In der Körperarbeit üben wir in jeder Sitzung, wie sich mehr Weite anfühlen würde. Und wir setzen in Kontext wie das, was im Körper geschieht, auch im Leben auftaucht. Die Sitzung wird zu einem Labor: ein sicherer Ort, um zu üben, mit dem zu bleiben, dem man sonst ausweicht.

Wichtig

Berührung ist nie Voraussetzung. Du entscheidest in jeder Sitzung neu, was sich richtig anfühlt.

Auch ohne Körperarbeit möglich

Wer (noch) keine Berührung möchte, arbeitet bei mir weiterhin körperorientiert über Wahrnehmung, Atem und Körperempfinden ausschließlich im Gespräch.

Optional & flexibel

Online-Sitzung zwischendurch

Zwischen den regulären Terminen biete ich kürzere Online-Sitzungen an, als Raum, um das in der Körperarbeit Erlebte zu integrieren, dranzubleiben oder etwas Aktuelles zu besprechen, ohne bis zur nächsten Sitzung zu warten.

Sie ersetzt die Arbeit vor Ort nicht, ergänzt sie aber flexibel.

Zu den Preisen →
Ruhige Hände — Sinnbild für eine Online-Sitzung von zu Hause aus

„Freiheit ist ein körperlicher Zustand.“

Methodischer Hintergrund

Worauf meine Arbeit aufbaut

Gesprächstherapie & Focusing

Focusing wurde von dem Philosophen und Psychotherapeuten Eugene Gendlin entwickelt, ausgehend von der Frage, warum manche Therapie wirkt und andere nicht. Seine Antwort: nicht die Methode allein macht den Unterschied, sondern ob ein Mensch lernt, mit dem eigenen Körper in Kontakt zu sein, mit dem, was er den Felt Sense nennt. Kein Gefühl im klassischen Sinn, sondern ein diffuses, körperlich gespürtes Wissen um eine Situation, bevor Worte dafür gefunden sind. In meiner Ausbildung habe ich gelernt, diesen Kontakt behutsam zu begleiten.

In der Gesprächstherapie sind Sprache und Verstehen wichtig, aber zusammen mit dem Focusing-Ansatz sie folgen dem, was der Körper bereits weiß, statt ihm vorauszueilen. So entsteht ein Denken, das nicht nur im Kopf stattfindet, sondern im Einklang mit dem ist, was tatsächlich da ist. Denn der Organismus, der Körper, will leben und wird immer einen Weg dafür suchen. So wie eine Pflanze, die auch auf ihre Art und Weise wächst, ohne, dass ihr jemand sagt, wie sie es tun soll. In der Therapie bestärken wir diesen Lebenswillen.

Körpertherapie

Der Animano-Methode (die in der Grinberg-Methode wurzelt) und der Körperpsychotherapie liegt die Annahme zugrunde, dass der Körper Muster speichert, die im Gespräch oft nicht zugänglich sind, und vor allem: die uns selbst nicht bewusst sind. Wir gehen meist davon aus, dass das, was wir als unseren Charakter erleben, einfach wir sind. Tatsächlich haben wir einen großen Teil davon selbst erschaffen, in unserem Körper, in unseren Handlungen, in unserem Denken, in unserem Fokus, ohne dass es uns auffällt. Was daraus entsteht, sind Anspannungsgewohnheiten, eingeschliffene Reaktionen, Grenzen der eigenen Wahrnehmung, Grenzen der eigenen Vorstellungskraft. Diese Muster waren nie grundlos. Jeder von uns hatte einen Grund, genau das zu erschaffen: Sie haben uns einmal geschützt oder ermöglicht, in einem Umfeld zurechtzukommen, das nicht immer Platz für die volle Bandbreite hatte. In der Körperarbeit wird das, was einmal Schutz war und heute als Einschränkung wahrgenommen wird, direkt zugänglich, über Berührung, über Arbeit mit Muskeln, Faszien, den Sinnen und dem Atem. Im Kern ist das eine Arbeit mit dem Nervensystem: eine Erweiterung der Kapazität, mehr zu fühlen, mehr zu halten, mehr zu spüren, ohne überwältigt zu sein.

Noch nicht sicher, was für dich passt?

Das musst du auch nicht. Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch.